Er konnte sich nicht mehr erinnern, wann es war. Weder Sonne noch Sterne gaben ihm einen Hinweis auf die Tageszeit. Bedrohlich tief hingen die tiefschwarzen Wolken über dem Schiff. Stille.
Den mächtigen Donnerschlag konnte er in jeder seiner Faser spüren. Als wäre er eins mit diesem tiefen Grollen. Im nächsten Moment brach der Nether los. Das grelle Licht eines Blitzes blendete seine von Dunkelheit verwöhnten Augen und obwohl er sie geschlossen hielt zuckten Lichter davor.
Alec heulte. Er blickte sich um, konnte seinen Begleiter jedoch nicht entdecken. Die Hängematte, fiel ihm ein. Sein Hund war sicher unter Deck. Böig fuhr der Wind auf und raubte ihm einen Augenblick die Luft zum atmen. Lange genug um ihn nervös zu machen. Seine Brust schmerzte.
Donner, Blitz und Wind machte ihn taub, blind und stumm. Es blieb nur abzuwarten. Wieder und wieder sagte er sich, dass es vorbei gehen würde. Mit jedem Mal glaubte er der inneren Stimme weniger. Das Wasser kam schleichend dichter. Erst war es weit weg, dann spülte es über seine Füße, kroch die Beine hinauf und stieg weiter bis zum Hals. Ruckartig drehte sich die Welt und einer Puppe gleich wurde er von der tobenden Natur fortgerissen. Alec! Er musste ihm helfen! Schmerz zuckte durch ihn und brandete den Wellen gleich über ihn hinweg. Dunkelheit.
Er öffnete die Augen, langsam, damit die Welt sich nicht weiter drehen musste. Es roch salzig um ihn herum. Das bemerkte er im ersten Moment. Unter seinen Händen war Holz. Das Meer, stellte er fest und atmete durch. Ein scharfer Schmerz durchfuhr ihn in der Brustgegend. Alles beherrschende Müdigkeit lähmte ihn selbst als die Wellen höher wurden und er schluckte das ungenießbare Salzwasser bis ihm übel wurde. Dankbar glitt er zurück in die ihn umarmende Dunkelheit.
Unter ihm wankte das massive Holz einen Augenblick lang bedenklich. Seine Hände griffen auf der Suche nach Halt beherzt nach einem Tau, doch auch das lose Seilende glitt ihm entgegen. Fluchend sah er sich nach Geasina um, die die Knoten hätte fest ziehen sollen. Er brauchte einen zweiten Blick ehe er die Gestalt am Boden ausmachen konnte. Friedlich lag sie mitten im Sturm auf das Holz gebettet, den Kopf auf einem roten Kissen abgelegt. Wie konnte sie jetzt nur schlafen? Blut, dämmerte ihm im nächsten Augenblick und er schmeckte Galle. Als er den Blick zur Seite richtete sah er wie eine Welle Rhyald davon trug. Beinahe schwebte der Mann auf dem Wasser, bis eine weitere Welle ihn in die Tiefe zog. Ein Ruck zog seine Aufmerksamkeit an andere Stelle und er sah einen hell braunen Fleck auf dem Wasser treiben. Nicht weit davon entfernt kippte der Mast gemütlich um, direkt auf den Gnom zu der sich auf seinem Raptoren in Sicherheit dachte. Er brüllte eine Warnung die der Wind ihm höhnisch kreischend von den Lippen riss.
Am Morgen saß Alec an Fabians Lager und starrte auf sein Herrchen, das sich unruhig auf dem Lager hin und her warf. Er kannte diesen Zustand. Es war die Wirklichkeit die keine war. Der Traum. Doch sein Mensch roch seltsam. Krank. Als er ihn zum wecken anstubbste wurde seine Nase heiß, aber Fabian wachte nicht auf. Immer wenn sich jemand nähern wollte knurrte der Hund warnend und zeigte seine Zähne, um Fabian zu beschützen.
(( Fabian liegt mit starkem Fieber flach und Alec versucht jeden der zu ihm möchte fort zu halten. Drück die Daumen für eine shcnelle Kartenlieferung! ))