Dieser Guide dient nur als Übersicht und Hilfestellungen in Fragen wie: -Einschränkung. Wie schränkt sie mich ein? -Schutz. Wovor schützt mich diese Rüstung? -Schwächen. Rüstung schön und gut, aber was wäre gegen meine Rüstung effektiv? -Beschaffung. Könnte sich mein Char das in einem Fantasy-Steampunk-Mittelalter-Universum kaufen? -Wie laut ist sie beim Bewegen (Da dachte ich an Schleicherkonzepte – Gute Assasinen im LARP die man nicht hört sind selten, aber echt unangenehm)
Also werde ich diese Fragen so gut ich kann beantworten, ich nutze verschiedene Quellen und meine eigenen Erfahrungen aus dem Larp – allerdings letzteres nur bei der Frage wie hinderlich die ist. Falls ihr Anregungen habt, oder auch anderer Meinung seid – bitte ich den Thread nicht in eine Diskussion zu ziehen. Eine PN oder noch besser per direkt-Chat ingame an mich ist da besser. Also habt Spaß beim Lesen :)
Die Kategorien sind so eingeteilt, wie sie euch einschränken, es kann sein das bei leicht etwas mehr Schutz bietet als Mittel, das liegt an der Verarbeitung der Rüstung.
Weichleder Es passt sich gut den Körperformen an, Leder wurde seit Urzeiten zum Schutz verwendet. Leichtes Leder ist gut zu bearbeiten, ist dünn und schränkt auch kaum ein. Es schützt ähnlich wie ein Gembeson vor Schnittverletzungen, nicht aber vor einem Pfeil oder einer Hiebwaffe. Leder ist sehr erschwinglich und für jedes Körperteil gibt es sicher eine Variante zum Schutz. Anmerkung für unsere Schleicher: Keine, besonders mit geölten Varianten seid ihr lautlos.
Lamellenpanzer Lamellen werden, anders als beim Schuppenpanzer oder der Brigantine zu denen wir noch kommen, mit Fäden zusammengehalten und sich jeden Körperbau anpassen. So ein Lamellenpanzer ist eine zweigeteilte Sache, er schützt leicht vor Wucht- und Hiebangriffen und vor Schnittangriffen, sogar vor (manchen) Pfeilen. Nutzt der Feind aber sein Schwert zum zustechen wird das Schwert wahrscheinlich durch zwei Lamellen rutschen. Das Material von Lamellenpanzer reicht von Holz, Leder und Knochen bis hin zu Metall, ein weites Spektrum unsere Schleicher sollten sich von dem Geklimper aber lieber fernhalten. Wie teuer so etwas war kann ich schwer einschätzen. Womöglich teurer als eine Lederrüstung. Es gibt Lamellenpanzer-Helme, aber ich konnte nichts über etwaige Hosen herausfinden.
Kettenhemd, aber lieber Ringpanzerhemd Kettenrüstungen werden überschätzt, warum? Erkläre ich gern. Kette ist schwer, es besteht aus Metall, mit einer Kettenhaube hat man schon ein kleines Gewicht auf den Schultern – Aber! Sie schränkt kaum ein und hier sind wir bei der leichten Kettenrüstung. Egal ob gegittert oder beringt, am liebsten aber wie eine Brünne, die Kettenrüstung -war- teuer und lies keine Schnittwaffe durch. Das ist toll, aber eine Wuchtwaffe geht ungeschützt durch und bricht Knochen, normale Pfeile hielt er auf, aber panzerbrechende Pfeile gingen durch. Es ist aber auch möglich dass ein Schwert oder Speer durchstoßen. Oft als Zusatzrüstung mit Gambeson – Gambeson hier als Unterrüstung – getragen oder unter die Plattenrüstung, sie ist etwas laut und sollte nichts für Schleicher sein. Das Ringpanzerhemd geht bis über die Hüfte, es gibt sogar vereinzelt Ringpanzerhosen und für die Hände gab es die auch.
Schuppenpanzer Schuppenpanzer bestehen aus Schuppen die auf einem Untergrund wie Leinen oder Leder befestigt werden. Das können wie beim Lamellenpanzer Holz über Leder bis Metall sein, man munkelt sogar tierische Dinge wie Muscheln oder Fischschuppen – aber wohl nur in Naturstämmen. ;) Ähnlich wie der Lamellenpanzer schützt auch der Schuppenpanzer. Durch die Überlappenden Schuppen, nehmen wir einmal Metall, bietet der Schuppenpanzer Schutz gegen Schnitt- und Stichangriffen, damit sind Pfeile eingeschlossen. Wuchtwaffen haben ähnlich wie beim Lamellenpanzer einen leicht abgeschwächten Effekt, ist aber noch deutlich zu spüren, wie auch immer, sticht ein Gegner entgegen den Kamm nach oben, so dringt die Klinge durch die überlappten Schuppen. Sie sind weniger Flexibel als Lamellenpanzer, da sie direkt auf dem Stoff oder Leder befestigt sind. Natürlich ist die Rüstung nichts für Schleicher, sie sind sehr laut. Der Preis dieser Rüstungen dürfte hoch gewesen sein.
Gambeson Ein aus Stoff gefertigter Schutz. Ich trug mal einen, er schränkt nicht ein. Für Schleicher sei anzumerken dass er nicht viel Geräusche erzeugt. Er schützt für Schnittverletzungen sehr gut für eine leichte Rüstung, Pfeile wird er aber nur bedingt aufhalten und ein Streitkolben tut damit sicher auch noch weh, obwohl der Starre Stoff etwas abdämpft. Es gibt sie auch in langärmelig für den Schutz der Arme und ich denke es gibt sicher auch Gambeson-Hosen. Für den Kopf wäre eine Bundhaube das Vergleichbarste. Die Herstellung dieser schützenden Freunde ist sehr aufwendig und dauert lange, daher denke ich dass sich das nicht jeder zulegen kann.
Hartleder Hartlederrüstungen bieten guten Schutz vor Schnittwunden, aber ein gezielter Stich und auch Armbrustbolzen werden durchdringen. Durch das harte Leder werden aber wuchtige Schläge und Hiebe abgedämpft, sogar hin und wieder ein Pfeil. Ich trug das auchmal und fühlte mich sehr steif und unflexibel, wie eine Schildkröte, aber eben aus Leder – bedingt was für Schleicher, gut geölt dürfte diese Rüstung aber nicht viele Geräusche machen. Schutz für die Beine gibt es in Form von Beinlingen die man an der Brustrüstung befestigen kann – Beinlinge sind halb-lose Stücke die über die Beine hängen. Sicher gibt es Hartlederrüstungen auch für den Kopf und die Arme, ich stelle mir den Preis solch einer Rüstung auch erschwinglicher vor als die Metallrüstungen.
schwerer Gambeson Die Schwere Variante des Gambesons schränkt die Bewegung so sehr ein, das es manchmal schwer war den Arm oben zu halten, erstaunlicherweise konnten die Weber diese Rüstung so herstellen, dass sie einen Pfeil aufhalten konnte, allerdings gab es bei einer Armbrust auf. Man war so wattig flauschig verpackt, dass Hiebwaffen nichtmehr allzu schlimm waren, doch ein Stich mit dem Schwert ging trotzdem durch. Ich kenne keine anderen Varianten als ein langärmelig und über die Hüfte. Sicher teurer als ein normaler Gambeson ist das eher etwas für wohlhabendere Leute gewesen. Unsere Schleicher warne ich vor ein wenig knirschen des Stoffes.
Brigantine Entwickelte sich aus dem Schuppenpanzer und kombiniert die Dämpfung eines Gambesons mit den Schuppen des Schuppenpanzers. Zwischen zwei Lagen aufwendig bearbeiteter Schichten des Gambesons werden kleine Metallplatten eingearbeitet um die Beweglichkeit des Gambesons aufrecht zu erhalten und die Schutzwirkung des Schuppenpanzers zu verbessern. Bis hier die teuerste Variante an Rüstung bisher, sogar teuerer als ein Kettenhemd. Es schützte vor Schnittwunden und nun sogar Stichen mit dem Schwert, sogar dem Armbrustbolzen hielt es stand – der Clou, es ist dennoch beweglich und erzeugt für unsere Schleicher kaum ein Geräusch, aber ihr könnt euch denken, dass das Gewicht ähnlich der Schuppenrüstung war. Hosen dieser Art gab es vermutlich nicht. Dass die Wucht eines Kriegshammers durchgeht und nur sehr leicht gedämpft wird ist seine Schwäche.
Plattenrock Ähnlich wie die Brigantine, nur viel simpler hergestellt war es ein Überwurf wo an der Innenseite viele Platten aus Metall angebracht wurden um der erhöhten Bogennutzung entgegenzukommen. So ein Rock ging von Schulter bis Knie und das Gewicht lag einzig allein auf den Schultern, was sehr ermüdend ist – wie schon beschrieben schützt er gut vor Pfeilen, aber der Plattenrock konnte durch Schnittwaffen schnell zerstört werden. Eben die billige Variante der Brigantine und auch deren Vorgänger. Guter Schutz gegen Pfeile also, auch gegen Stiche einer Klinge, manche Platten mögen vor der Wucht eines Hammers geschützt haben, aber wegen dem lockeren Überwurf und weil es lose Platten sind, wird man so etwas wohl doch spühren. Schnitte mit einer Waffe sorgten für einen schnellen Reperaturbedarf dieser Rüstung. Der Preis ist eher mittelmäßig. Schleicher lassen davon besser die Finger. Später entwickelte sich daraus die Brigantine aber auch die Plattenrüstung.
Plattenpanzer Gewicht, mangelnde Beweglichkeit und mit entsprechendem Helm lassen den Plattenpanzer in die Kategorie Schwere Rüstung fallen. Zu guter Recht, denn kaum eine Klinge, kaum ein Pfeil kamen durch diese zweite Haut. Schwachstellen waren Hals und Achseln, was mit verschiedenen Varianten ausgeglichen wurde – später waren es die Armbrüste, oder ein Pulk von Bauern mit einfachen Dreschflegeln die den Ritter in einer solchen Büchse besiegten. Ich trug bisher keine, aber ihr könnt den Preis sehr hoch einschätzen, sehr sehr hoch und bei vielen wurde sie extra für den entsprechenden Körperbau angepasst/hergestellt. Was die Rüstung an Schutz schenkt, nimmt sie an der Beweglickeit und Sichtfeld bei entsprechendem Helm, rennen tut man nicht lange darin und sich ausgiebig strecken ist eine unmögliche Aufgabe. Unter der Plattenrüstung wurde gerne ein Ringpanzerhemd getragen, aufgrund der Schwachstelle in den Achseln und dem Schritt, dort trugen sie gerne Beintaschen darüber. Es gibt noch andere Varianten des Plattenpanzers wie zum Beispiel die Reitervariante. Natürlich gibt es auch Plattenpanzer die nicht so arg einschränken – da wäre erst einmal der Kürass. Trägt man nur Platte um die Brust, sind die Arme natürlich frei beweglich und die Beine ebenso. Das große Fazit ist erst einmal, dass diese Rüstungen gut gegen Pfeile und Stiche sowie Schnitte sind. Sie dämpfen Hiebwaffen gut ab, aber diese können die Rüstung verbeulen und den Menschen darin zerquetschen. Armbrustbolzen durchdrangen die Rüstung auch, freilich nicht jeder Bolzen. Die Rüstung schränkt sehr stark ein und ist garantiert nichts für unsere Schleicher, dazu ist sie sauteuer.
ZitatWeitere Rüstungen bei Bedarf: Helme Sonderrüstungen wie Reiterrüstung, Hunderüstung, Rüstungen für das Pferd. oder gar ein anderer Thread mit Waffen? Interesse an Pfeilen? Feedback erlaubt. (Insbesondere zum Schreibstil) und Hinweise auf nicht gelistete Rüstungen.
Edit1 Gambeson ins mittlere verlegt - bei Bedarf füge ich bei Leicht noch einen leicht gefütterten Gambeson zu, denn je dicker der Stoff, desto unbeweglicher der Träger. Ringpanzerhemd etwas geändert - auch er hält natürlich bestimmte Pfeile auf und auch mal ein Stich mit dem Schwert.
Eine Frage: Von einer historisch motivierten Schaukampftruppe weiß ich, dass Unterarme, Schienbeine und Schultern die Stellen des Körpers sind, die am häufigsten getroffen wurden. Inwieweit sind in diesem Projekt Rüstungsteile an besagten Stellen mit Schutz gewichtet?
Um das jetzt mal via Handy zu beantworten, ich wer beides später verschieben...
Ich denke das es logisch ist diese Stellen anzugreifen, mit einem Schwert sind sie schwerer zu verteidigen als z.B. der Rumpf.
Bei uns jedoch unterscheiden wir nicht nach getroffenen Körperstellen, das lässt sich im Kampf nicht mehr überblicken. Ich möchte an dieser Stelle nochmal erwähnen, das wir das Regelwer möglichst einfach halten wollen. Damit geht natürlich ein geringerer Realismus mit ein. Aber auch nkch zu prüfen was wie stark getroffen wurde, die Stärke der Treffer zu variieren und unterschiedliche viel LP je nach Lage abzuziehen, das wird bei +15 Mitkämpfenden nichts mehr.
Es ist schwer auszumachen welchen Kämpfer du nun meinst. Einen voll verpackten Ritter auf Armschienen, Klingenbrecherschultern oder Schienbeine zu schlagen wäre sicher einfach, aber uneffektiv. Einen gewandten Kämpfer in leichter Rüstung sollte sich an diesen Stellen möglichst nicht treffen lassen.
Loreen geht hier auf das Regelwerk ein, dieser Guide hat aber nichts mit dem Regelwerk zu tun - nun, doch vielleicht teilweise. Du musst kein Leder tragen um zur Kategorie Leder zu gehören, hier ist ja eine Auflistung wie etwas Einschränkt, es ist nicht so eingeordnet dass es je weiter nach unten geht nützlicher wäre.^^ heißt also:
Du trägst einen leicht gefütterten Gambeson und sagst zu Lendrick dass du die Rüstpunkte für Leder aus dem Regelwerk dafür haben möchtest - das ist nur ein Beispiel.
Auch hilft dieser Guide bei eventuell emoteten Angriffen oder den Chars die so etwas tragen - dazu sei gesagt in Azeroth gibt es andere Materialien, heißt also dieser Guide ist nur eine Gehhilfe, ich habe nichts dagegen wenn jemand eine Plattenrüstung aus Mithril hat die kaum etws wiegt, im Gegenteil, wenn das zu eurem Char passt, dann bitte^^ immerhin besitzt Fendraal ein Kristallschwert nech?
Nochmal nachgedacht: Unterarme sind ein Ziel wegen den Pulsadern und generell weil damit die Waffe geschwungen wird. Schienbeine weil der Gegner sich mit den Beinen aufrecht hält und dort seine Mobilität eingeschränkt werden kann und Schultern, da denke ich eher sind die Achseln gemeint, ein Stich hier und der Gegner verblutet recht schnell.
Wenn du weitere Fragen hast, scheue dich nicht zu fragen.