Lange hatte die Besatzung und die Mitreisenden schon keine Küstenlinie mehr gesehen, auch Möwen und andere Flugtiere schafften es nicht so weit hinaus. Rundherum vom Schiff nichts als Wasser. Die Sonne stand hoch am Himmel und ließ seit Tagen alle unter sich brütend zurück. Ein sachter Wellengang hob und senkte das Schiff, man würde es wohl eine ruhige Fahrt nennen. So schipperte die Dorek schon einige Tage friedlich vor sich her, kein Schiff kreuzte ihren Weg, nur Einsamkeit und Weite gab es hier auf dem Meer. Doch an diesem Tag, nahm der Seegang der Dorek langsam aber stetig zu, der Himmel ein sattes blau, die Segel blähten sich gleichmäßig auf, spendeten ein wenig Schatten unter den sich der eine oder andere zurückzog.
Die Gruppe hatte sich unter Deck zurück gezogen, entging so den stechenden Sonnenstrahlen. Im Dämmerlicht des Schiffsinneren unterhielten sie sich, bis die Luft zu drückend wurde und sie doch wieder die Flucht nach draußen antraten. Es muss kurz vor Mittag gewesen sein, als sie die Türe nach draußen öffneten und auf das in Sonne gebadete Deck traten, denn die Sonne hatte ihren höchsten Stand noch nicht erreicht. In weiter Entfernung fiel ihnen eine dunkle Wolkenwand auf. Wolken aufgetürmt zu merkwürdigen gar unheimlichen watternden Gestalten.
Fabian starrte entsetzt zu den Wolken „Heiliges Licht...“. Und hinter ihm zuckte es, als Rhyald den ersten Donner vernahm der aufs Schiff traf. „Ich wette da kommt gleich ein Geisterluftschiff raus!“ erklang es in nervender, quietschender Stimme des Gnomes. Auch der Blick des kleinen Mannes ging gen der Gewitterwolken. Aber nicht nur die Gruppe hatte die Gewitterfront wahrgenommen, auch in die Besatzung des Schiffes fuhr wieder Leben. Der dunkle, dunstige Himmel in der Ferne erhellte sich unter Blitzen, am Ort der Dorek schien noch die Sonne, der Himmel erstrahlte in einem satten blau, der Wellengang und die Spannung der Segel hatte nur leicht zugenommen – nichts hätte auf das hingedeutet, was sich vor den Augen der Anwesenden erstreckte. Das diese dunkel aufgetürmte Wand eine Gefahr für das Schiff darstellen konnte, fiel spätestens in dem Moment auf, als die Seebären anfingen auf dem Schiff wie Ameisen umherzuwuseln und kräftig anpackten, um die alte Lady Dorek wetterfest zu machen. Sie vertrauten die Kisten doppelt, damit keine Fracht umherkippen konnte, schlossen Türen und Schränke. Keiner war mehr zu sehen, der Müßiggang an den Tag legte, alle wirkten hochbeschäftigt. Die Dorekt hielt direkten Kurs auf die Gewitterfront oder war es die Gewitterfront die Kurs auf die Dorek hielt? Die Kollision war vorgezeichnet. Allmählich sah man mehr von der dunklen Wokenwand und die sich erhellend hindurchschlängelnden Blitze. Gröhlender Donner raste über die noch immer glatte Meeresoberfläche, erreichte die Ohren der Besatzung und der Passagiere. Dann sackten die Segel in sich zusammen, die Spannung, die der Wind die letzten Tage in diese brachte war verschwunden. Völlige Windstille, das Schiff trieb antriebslos über den Meeresspiegel.
Eine weibliche Stimme mischte sich unter die Geräusche des Decks, unter die rauen Stimmen der Seemänner, den Donner und das Knartzen des Holzes. „Uhh... vielleicht ist unter Deck doch besser?“ Dann fiel Geasinas Blick bei Trezziks Worten um das Geisterluftschiff auf jenen. Es war Rhyald, der alle aufmunternd angrinste „Wenn das Schiff kentert und nicht gleich sinkt, haben wir wenigstens noch etwas Luft in den Kabinen.“ Geisterluftschiff... Gnom... die Elfe horchte auf „Oh, wir hatten noch etwas zu erledigen, dafür das Ihr nicht über Bord gegangen seid, oder?“ Der schimmernde Blick wurde direkt auf Trezzik gerichtet, nachdenklich war nun der Blick und die Stimme des Gnomes: „Was ist überhaupt passiert? Ich bin bewusstlos geworden und wachte in einer Hängematte auf...“. Fabian mischte sich wieder ein „Können wir erst runter gehen?“ Noch immer fehlte dem Schiff jeder Antrieb, es wurde von sachten Wellen angehoben und wieder abgesetzt und nur die Strömung änderte dessen Ort, keine Segel die sich vom Wind angespornt blähten. „Klemm ihn dir unter den Arm und dann sollten wir unter Deck.“ sprach Rhyald, das Schauspiel und den dunklen Himmel im Blick haltend. Fabian schüttelte den Kopf „Der Raptor mag das nicht, ich fass ihn nicht an.“ Glück war es, dass der Gnom diesmal scheinbar der gleichen Meinung war wie der Rest „Gut, dann auf!“ Rhyald verschwand mit einem letzten Blick auf den aufziehenden Sturm unter Deck und der Rest der Truppe folgte ihm, in den schummerigen Rumpf des Bauches. Alles hier wirkte ordentlich, die Stühle und Tische standen in der Raummitte. Hier und da war noch einer der Seemänner zu sehen die im Inneren die Vorbereitungen trafen, Schränke versperrten, Schubkästen zubanden und lose Gegenstände weitestgehend wegräumten.
Fabian klopfte sich mit der Hand an den Oberschenkel worauf Alec winselnd herbei trottete. Inzwischen mochte das Tier ein gewisses Gefühl für das Schiff entwickelt haben. Und die fehlende Bewegung machte ihn unruhig. Geasina und Rhyald machten sich daran ihre Sachen in Rucksäcke zu packen und zu verschnüren, man konnte ja nicht wissen was kommen wird. Die Elfe gesellte sich zu dem am Tisch sitzenden Trezzik, visierte ihn wieder aus dem blauen Blick an. Die nächsten Momente vergingen schnell. Während die Elfe noch mit dem Gnom beschäftigt war, konnte man vereinzelt Seemänner sehen, wie sie die letzten ruhigen Augenblicke dazu nutzten ihre Gebete zu sprechen, wie sie Abbildungen ihrer Liebsten küssten und sie anschließend sicher in den Hosentaschen verschwinden ließen. Gerade noch herrschte totale Ebbe was den Wind und die Bewegungen des Schiffes anging, als das Unheil auch schon seinen Lauf nahm.
Der Wind kehrte zurück, aber nicht auf die angenehme Art wie zuletzt. Er kam doppelt und dreifach. Die Segel peitschten auf, nur um nach jeder Böe wieder schlaff zusammen zu sacken, bis die Folgende sie erfasste. Das Schiff ruckte im gleichen Rhythmus vor – und wieder sind es die Seebären, die herumwuselten. „Ohhh...“ erklang es von Fabian als der erste Ruck das Schiff vorwärts trieb. Er packte nach der Stuhllehne um Halt zu finden, nur um direkt im Anschluss nach Alec zu greifen und ihn an die Schiffswand zu drängen. Entlang der Schiffswand arbeiteten sie sich zum Lager vor, wo er den winselnden Hund ablegte. Auch Rhyald erging es nicht viel besser „Was zum...!“ und weiter kam er in seinem Satz nicht, er verebbte im gleichen Atemzug, wie er die Stuhllehne vor sich ergriff. Mitsamt des unbefestigten Stuhls taumelte er zurück bis er sich wieder fing. Er ließ vom Stuhl ab und sah sich um. Geasina machte fast schon ihre erste Bekanntschaft mit dem Plankenboden, doch fanden ihre Finger gerade noch das Netz ihrer Hängematte wo sie sich in mit einem Griff hineinkrallte „Oh oh.. es geht los...“ Der Gnom hatte bei seiner Größe scheinbar die wenigsten Problem, er hielt sich einfach am Tisch fest, der doch das mehrfache an Gewicht auf eine Waage bringen würde. Die Elfe die ebenso wie der Gnom nach dem Tisch griff, blickte sich um. Als kein Matrose mehr zu sehen war, ging sie zu ihrem Lagerplatz und griff nach ihrem leichten Reisegepäck, bestehend aus zwei kleinen Beuteln, die sie an ihrem Gürtel befestigte. Sie legte sich ihren Umhang um und zog die Kaputze über. „Wunderbar. Ich hatte ein fast friedliches Leben ehe ich auf euch traf. Ein paar Dämonen hier, ein paar Hexenmeister da. Orks oder andere Hordenvölker... aber alles konnte man besiegen“ Mit diesen Worten trat sie brummend zur Türe die nach draußen führte. Sie hörte noch Fabian sprechen „Das geht den meisten so...“ und auch die Frage von Rhyald „Wir können doch hoffentlich alle schwimmen?“ dann erklang sein Lachen, als würde er sich so selber Mut machen wollen. Fabian arbeitete sich von seinem Lager aus wieder zurück, war fast beim Tisch angekommen, als der nächste Ruck durchs Schiff ging. Er polterte gegen den Stuhl am Tisch und ächzte auf, als sich ihm die Kante zwischen die Rippen drückte.„Vorsichtig!“ erklang es noch von Rhyald, als sein Blick Fabians stolpern bemerkte, selber aber taumelte er an seinem Platz hin und her „Auf See sterben...tz.. wer hätte das gedacht.“ entschlüpfte es murmelnd seinen Lippen, es war wohl eher für ihn selbst gedacht als für die Anderen unter Deck, dann suchte er nach etwas, das ihm Halt gegen könnte. Die Elfe öffnete die Türe die auf Deck führte und lies sie zunächst offen stehen. Mit den Fingern krallte sie sich an dem Holz neben sich fest und mit der nächsten Windböe fiel die Türe mit einem festen Schlag zu.
Die Matrosen machten sich daran die Maste zu erklimmen, um die Segel zu streichen. Schwer fiel das Segeltuch herab und verursachtete ein Geräusch, das bis unter Deck zu hören war. Weiter unten wurde es von anderen Männern vertaut und lies so knöchern, nackte Maste zurück. Immer mehr geriet das Schiff in die Fänge des Unwetters. Die Fahrt wurde unruhig und der Orkan ließ das Wasser hochpeitschen. Immer höhere Wellen donnerten gegen den Bug der Dorek. Das ganze Schiff knartschte und ächzte unter dieser Last. Gischt regnete über die Reeling. Der Donner von oben, kam zusammen mit gewaltigen Blitzen und einem Platzregen, wie man ihn wahrscheinlich noch nie erlebt hatte. Im Inneren des Schiffes ging das Gespräch weiter, die Reisenden suchten nach Plätzen, wo sie Halt finden konnten, machten sich gegenseitig Mut, lenkten sich ab. Alec kläffte aufgeregt, sein Fell sträubte sich und er lag zitternd am Boden. Es dauerte nicht lange, da kroch sein Herrchen zu ihm, drückte ihn an sich und versuchte ihn zu beruhigen. Die Dorek rüttelte und bockte wie ein wilder Stier, der seinen Reiter abschütteln will und jede Welle, die das Schiff nun überwand, schien diesem mehr Kraft zu kosten. Die Blitze erhellten den Himmel, der sich bedrohlich über das Deck legte und der Donner ließ Holz und Knochen vibrieren. Die See bäumte sich weiter auf, zeigte den Menschen, wer hier die Oberhand hatte und wessen Leben in welchen Händen ruhte. Wie Spielzeug taumelte das Schiff über die hohen Wellen, beugte sich vor Wind und Wellen. Die Tür zum Schiffsinneren öffnete sich immer wieder knartzend und schloss sich polternd im Takt der Wellen. Neben frischer und nun um einiges kühlerer Luft, die so ins Innere konnte, begleitete diese schwappendes Wasser, das vom Regen und den peitschenden Wellen aufs Deck getragen und wurde. So ergoss sich immer wieder ein Schwall Wasser herein, benässte Gesichter und Haare der sich dort Versteckenden und nässte die Füße, Hosen und Hund ein. “Kein Nachtsich für eine Woche!“ fluchte es lautstark von Rhyald, als er erneut gegen die Bordswand geschleudert wurde. Sein Fluch war kaum noch zu verstehen, denn der Sturm und der Regen mischten sich zu den Geräuschen des kämpfenden Schiffes. Hin und wieder erklang der leise Laut der Rufe und Schreie des Kapitäns Muksuk und seines Steuermannes Rauhaut. Die Befehle erklangen blaffend, rauh und laut über das Deck. Und wurden doch allzuoft vom Sturm fortgetragen.
Die Elfe die sich aufs Deck begeben hatte hielt einen Moment inne und krallte ihre Hände in das Netzt, welches eine Kiste sicherte. Selbst bei diesem Sturm, diesen Wellen und dem sinnflutartigen Regen erblickten ihre Augen den großen Strudel. Und da weitete sich das blaue Augenmerk sichtlich. Viele Momente verharrte sie, angehoben von den Wellen und rauh wieder abgesetzt auf ihrem Platz, den Blick in die Ferne gerichtet. Fast könnte man meinen das sie beten würde, beten dafür, dass der Strom auch brav neben dem Schiff vorbeiziehen täte und der Sturm gegen die Strömung von diesem arebeitete. Dann warf sie einen Blick umher, überall kämpften die Matrosen gegen die Kräfte der Natur. Arbeiten, die ansonsten leicht von der Hand gingen, entpuppten sich unter diesen Widrigkeiten als reinste Kraftakte, so hingen sie an Seilen, versuchten Räder zu drehen … mit mehr Mann als man sie bisher bei diesen Aufgaben sah.. .und doch schien das nicht zu reichen. Die Elfe arbeitete sich daraufhin langsam wieder zurück, immer wieder fanden ihre Hände den Boden und sie kroch ein paar Schritte weit, ehe sie langsam die Stufen herunterkrauchte und zur Tür schwankte. Mit einem Ruck stoß sie diese auf und trat ins Dunkle hinein. Wasser lief an ihrer Robe herab wie kleine Wasserfälle und doch wirkte sie nicht durchnässt. Das Erste was sie hörte war der Gnom mit seiner nervige Stimme „Frau?“ sein Blick war auf Geasina gerichtet „Wo befinden wir uns überhaupt?“ Die Antwort die die Frau dem Gnom über den Lärm hinweg entgegen schrie, hätte der Elfe fast ein Grinsen zugetragen „Ich habe keine Ahnung, aber 'auf dem Meer' könnte stimmen!“ Alle hatten sich hier verkrochen, klammerten sich auf den Boden, an Seile oder Netze fest, während die Mannschauf draußen kämpfte. „Raus mit euch, geht den Männern zur Hand!“ bellte die Elfe nun ins Innere, kein Vergleich zu dem Hund, der doch eigentlich viel besser bellen sollte, stattdessen aber nur ein Jaulen von sich gab. Es war wohl zuviel erwartet, als das sie ohne hilfreiche... oder nutzlose Kommentare ans Werk gingen. „Nenn mich noch einmal Mädel und Ihr seid der Erste der den Fischen Futter liefert.“ Das sollten die letzten Worte sein, die sie hier an die Gruppe richtete. Sich an der Wand festklammernd machte sie sich wieder auf den Weg zur Türe.
Fabian schaute nur stumm zu der Elfe auf, als er ihre Worte vernahm. Ungläubig wirkte sein Blick, dennoch packte er den massigen Hund und hiefte ihn mühsam auf die Hängematte. Schnell schlang er die Decke über seinen Begleiter und verknotete die Enden mit zittrigen Fingern. „Bleib“ schnautzte er noch gegen den Sturm, der ihn hin und her stolpern lies. Ein letztes Mal legte er die Hand auf den Deckenhügel und arbeitete sich in Richtung der Türe. Rhyald lies derweil das Seil los, an welchem er sich die ganze Zeit festhielt und flog in Richtung der Tische, im letzten Moment bekam er einen von ihnen zu fassen und taumelte anschließend in Richtung der Elfe „Ist das eine Einladung zum Essen?“ Er schaffte es noch zu grinsen und wischte sich Wasser aus dem Gesicht. Langsam arbeitete er sich weiter zur Türe „Wenn ich da oben sterbe, Mädel...“ und dabei legte er besonderen Wort auf die Betonung dieses Wortes „...dann sprechen wir uns aber noch!“ Gerade hatte er die Worte beendet, als er durch eine Welle zurück gegen die mittlerweile umgeworfenen Tische gestoßen wurde. Die gleiche Welle lies auch Fabian gegen das Holz krachen, das ächzen das seinen Lippen entschlüpfte war zu leise um gehört zu werden, aber das Gesicht des Mannes verzog sich schmerzerfüllt. Die Geräusche der beiden fliegenden Männer oder vielleicht auch das Aufstöhnen des Mannes der mit seinem Rücken gegen die Tischkannte knallte, lies die Elfe nochmal zurück blicken „Wir sprechen uns, wenn Ihr mein Alter erreicht habt..ich schätze mal in zweihundert... zwanzig Jahren?“ Damit schaute sie auch wieder vor und angelte sich nach Draußen, hinein in Sturm und Regen. Die Wellen peitschen über die Reeling und bedeckten das Deck knöcheltief mit Wasser. Mal mit mehr Wasser, mal mit Weniger, je nachdem wie die Lage des Schiffes gerade war. Rhyald atmete schwer, als ihm die Luft durch den Aufprall wegblieb, stemmte sich aber dennoch irgendwie wieder hoch, um sich zur Türe zu schleppen und diese aufzustoßen. Auch Fabian rutschte nun wieder an der Wand entlang, wurde aber von dem nächsten Ruck wieder in Richtung Tisch getrieben und machte erneut Bekanntschaft mit den Planken zu seinen Füßen. Mühsamm kämpfte er sich wieder auf die Beine und rannte knurrend los. Gerade so bekam er den Türrahmen zu fassen. „Tja, dann geh ich mal raus. Bleibt Ihr besser hier, Ihr könntet leichter weggeweht werden.“ Das war die Stimme Geasinas, die sie an den Gnom richtete, dann ließ auch sie ihr Seil los, das Ihr zuvor noch Halt gab. Torkelnd, wie ein Stück Treibgut, bewegte sie sich im Rumpf zur Türe. „Ihr wollt Euch das wirklich antun?“ schrie der Gnom ihr noch hinterher. „Wenn Jeanyll das für richtig hält, wird es das sein.“ erwiederte sie noch laut, wobei sie ehrlich überzeugt klang. Rhyald der als erster bei der Tür war, stieß dort direkt mit einem Matrosen zusammen, konnte aber noch ein Netz greifen, das eine Kiste sichern sollte. „Na, man soll seinem Tod ja ins Auge schauen, was?“ sprach er sich aufmunternd zu, dann kämpfte er sich weiter in Richtung des Mitteldecks. Auch Geasina erreichte die Türe, fest griff sie den Türrahmen an, versuchte mit ihrer Stimme gegen das laute Gebrüll des Sturmes anzuarbeiten "Wie bleiben wir an Bord, was sollen wir tun?!" Als keine Antwort folgte, hangelte Geasina sich hinterher, hielt sich mit beiden Händen am dem, den Mastvorbeu umlaufenden Seil fest, als das Schiff gefährlich schlingerte. Fabian hebt ratlos die Schultern und zog sich nach draußen, ein Schwall Wasser spülte über seine Stiefel hinweg und machte das Holz darunter rutschig. Zu rutschig, denn er ruderte heftig mit den Armen, um sein Gleichgewicht wieder zu erlangen, als das Aufbäumen einer Welle ihm den Halt entreißt. Einer der Matrosen packte ihn und gab ihm einen Schubs in die richtige Richtung, so wankte er weiter in Richtung der Treppe die zum Mitteldeck führte. Sich bei dem schwankenden Deck festklammernd, arbeitete sich die Elfe auf die Treppen zu, teils mit Füßen … und Händen! Jede einzelne von der Nässe glatt gewordene Stufen griff sie an und zog sich hinauf. Nur nicht den Halt verlieren, dass schien ihre oberste Priorität zu sein. Auf dem Mitteldeck angekommen hangelte sie sich an einem Netz hinauf und krallte ihre Finger hinein. Auch Rhyald erklomm die Treppe und schnappte schwer nach Luft. Sein Blick erhaschte zwei Matrosen die bereits an einem Seil zogen und er kämpfte sich zu ihnen, um ihnen behilflich zu sein. Geasina die von Fabians Missgeschick nichts mitbekommen hatte, erreichte die Treppe, wie auch der Rest, erklimmte sie die auf allen Vieren, die Planken mit den Fingern umklammernd. Auf der Treppe schaut sie sich nun nach Fabian um, der gerade den Sicheren Halt der Treppe ergreift. Sie will ihm eine Hand reichen und ihm so helfen, aber er rutschte in diesem Moment schon mit dem Stiefel aus. So schlägt er ungebremst mit dem Gesicht auf die nächste Stufe. Zwei, drei Herzschläge lang liegt er einfach nur auf der Treppe. Blinzelte gegen den Schmerz und den Schrecken an. Sie griff nun nach dem nächstbesten was sie von Fabian erhaschen konnte.
Die Matrosen hingen noch immer an den Seilen, die sie zu ziehen und zu befestigen versuchten. Drehten mit mehreren Mann an Rädern und.. tatsächlich hingen auch bei diesem Sturm welche in der Tagelage. Vielleicht vermittelt der Gruppe genau dieser Verzweiflungsakt wie ernst die Situation war. Auf Steuerbordseite konnte man den Mahlstrom sehen, aber der Sturm schien gegen die Strömung anzuarbeiten, weshalb er zumindest nicht sichtbar näher kam. Fabian holte tief Luft, so tief es eben ging, wenn der Wind einem kräftig genug um die Nase weht, um das Atmen zu erschweren. Er schaute auf und nickte Geasina zu, blutig lief es ihm dabei aus der Nase. Im ersten Moment mag es schlimmer aussehen als es sein dürfte und er selber schien davon nichts zu merken, als er sich wieder hocharbeitete. „Alles gut!“ schrie er ihr entgegen. Sie zog kräftig an Fabians Weste, um ihm dabei zu helfen und nickte ihm ebenso zu, ehe sie nun selbst die Treppe hinauf krabbelte. Oben angekommen schaute sie mit gegen den Sturm zusammen gekniffenen Augen umher. Beobachtete die Matrosen und als sie verstand was diese versuchen, trat sie schwankend zu einem, der gerade ein Seil um den Hupmast verlegen will, um mit anzupacken. „Das ist noch schwieriger als es aussieht!“ ruft sie laut und dennoch werden ihre Worte von Sturm und Regen fortgetragen. Matrosen erheben ihre Stimme übers Deck, rufen Rhyald unverständliche Worte zu, er aber nickt ohne zu wissen, was genau sie von ihm wollen. Mehr als ihrem Beispiel zu folgen, blieb ihm also nicht übrig. Er packte das Seil der Matrosen mit an und sie versuchten es gemeinsam zu befestigen. Kaum verständlich waren die nächsten Schreie die an sein Ohr kitzelten und er blickte auf. Im gleichen Moment wie die Matrosen um ihn herum sah er die Kiste auf sich zufliegen, die sich aus den Sicherungen gerissen hatte. „Oho!“ erklingt es noch in dem Moment wo er sich zu Boden fallen lässt und ohne Halt mit den Bewegungen des Schiffes über das Mitteldeck rollt.. Immer wieder stößt er an bis ihn ein Matrose zu greifen bekommt. Mit ein wenig Verspätung und ohne das bisherige Geschehen richtig mitbekommen zu haben, krabbelt auch Fabian über das rutische und schlingernde Deck. Immer suchen seine Hände irgendwo Halt, hangelten sich von einem zum anderen und packt hier und da mit an. Ein vorbei rutschendes Seil greift er ohne nachzudenken, ganz der Landmensch und es rutscht ihm glitschig durch die Hände, bis er fester zupackt. Mit seinem ganzen Gewicht hängt er sich gegen dessen zug und schnell packen helfende Hände mit an. So kann auch dieses Seil schließlich verknotet werden. Schmerzend schüttelt er seine Hände unbewusst aus, als er sie vom Seil lösen kann, nur um sich gleich darauf wieder irgendwo festzukrallen. Die Elfe die sich eben noch mit ihren Fingern in ein Netz gekrallt und umher geschaut hatte, kämpft mit der Sicherung einer Kiste. Hält dort Seile fest, damit die Matrosen werkeln können. Als das Schiff sich in die Lüfte erhebt und rumpelnd wieder herab sinkt, reist sich das Seil mit der Elfe los, die nun zum wiederholten Mal quer über das Deck poltert und vor dem nächsten Mast direkt vor dem Steuermann halt findet. Fabian beobachtet das Manöver und wischt sich mit dem Ärmel über das Gesicht, verteilt dabei Blut und Wasser. Die Brauen ziehen sich zusammen und warten ab ob die Elfe sich wieder erhebt. Dann erschallt auch der Ruf des Steuermannes übers Deck, begleitet von einem Winken deutet er auf Fabian, ruft ihn heran. Knapp nickt er, zum Zeichen das er verstanden hat und kämpft sich die Seile entlang zur Treppe. Rhyald, der der Kiste nur knapp entkommen konnte, hängt schwer atmend, mit schmerzverzerrten Gesicht an den Wanten. „... zwei Wochen kein Nachtisch...“ dabei hört er seine Worte selber kaum. Nach einem langen Moment rappelt er sich auf und versucht so weit wie möglich zu Helfen. Er zieht mit drei Matrosen gerade ein weiteres Seil fest, als Fabian dem Steuermann entgegen brüllt „Was?!“ Der Steuermann zeigt auf das Steuerrad und Fabian scheint zu verstehen. Er hängt sich zusammen mit dem Mann an das große Rad, dabei achtet er darauf, was der andere Mann tut und gleicht seine Haltung und den Richtungsdruck jenem an. Unbemerkt von dem Treiben auf Deck rumpelt der Gnom im inneren des Schiffes umher, bis er sich in eine Ecke kauert und beginnt einen Zauber zu weben, durch den schrecklichen Seegang gestört verpufft der Zauber in einer kleinen Rauchwolke zwischen seinen Finger. Erneut setzt er an den Zauber zu weben, mit holpriger Stimme und zitternden Fingern. Wieder zerrinnt ihm der Zauber zwischen den Fingern, als er durch das Schaukeln des Schiffes regelrecht durch die Luft fliegt „Dreck! Einmal noch....“ erschallt es in der quietschenden Stimme, als er in einer anderen Ecke landet. Ein letztes Mal versucht er sich an dem Zauber, diesmal scheinbar mit voller Konzentration und in der Hoffnung, dass der Seegang diesmal mitspielt. Als er den Zauber diesmal beenden konnte, schaute er erschöpft zu dem kleinen arkanen Auge, dass sich gebildet hatte.
Der Regen prasselte unentwegt weiter auf die Dorek ein. Sammelte sich auf dem Deck, lief ins Schiffsinnere hinein. Mitglieder der Crew waren mehr als beschäftigt damit, mit Eimern dieses Wasser wieder abzuschöpfen und der See zu übergeben. Der Rest der Crew befestigte gelöste Seile erneut, band die Ladung im Schiffsrumpf und auf Deck fest. Kaum zu erahnen was geschieht, wenn die Ladung im Schiffsinneren kippt. Nun kommt auch zu Geasina einer der Matrosen, deutet über das wankende Netz das zum Bug führt. Soll sie da etwa drüber? Wild gestikuliert er und wenn man sich sehr anstrengt, kann man dort zwei Seile unkontrolliert durch die Gegend wedeln sehen. Geasina nickte hecktisch und betrat dann das Netz. Mit Händen und Füßen festhaltend krabbelte sie langsam los. Der Bug des Schiffes erhobt sich steil, als es eine Welle erklamm. Die Matrosen klammertn sich fest, teilweise rutschten sie mit den Füßen weg oder hängten in der Luft, durch reine Armeskraft gehalten. Die Elfe wurde gegen den Mast gedrückt und umarmt ihn heftig. Wo es hochgeht... geht es sicher auch wieder runter. Dann überwand das Schiff den Wellenkamm, der Bug sackte in das Wellental, wodrauf das Heck sich empor hob. Das Steuerruder hing frei in der Luft und das Ruderrad? Der erfahrene Rudermann flog kopfüber über das Steuerrad, prallte auf den Boden und gegen die Wande. Fabian kämpfte bis zu diesem Moment mit fest zusammen gebissenen Zähnen gegen die aufkeimende Muskelschwäche an. Die harte Arbeit in dem Ausmaß setzte ihm zunehmend zu. Als das Schiff sich hebt, starrt er mit offenem Mund nach vorne, krallt sich am Ruder fest und wird blass. All das aber nutzte ihm nicht viel, als es wieder bergab ging. Auch er flog mit einem Aufschrei durch die Gegend und knallt wiederholt gegen das Holz des Schiffes. Geasina, die gerade auf dem Netz zum vorderen Teil des Schiffes befindet, krallt sich in dieses, fest schließen sich ihre Hände um das Seil und sie schwebt kurz über diesem, nur mit Glück hat sie den Halt nicht verloren. Im nächsten Augenblick kommt ihr das Netz entgegen, wie ein Ziegelstein aus dem dritten Stock. Obwohl ein Netz ja eigentlich noch etwas ziemlich weiches ist, ist dieses durchnässte, voll nach unten hängende Netz erschreckend hart und drückt böse in Geasinas Fleisch. Hart entweicht ihr die Luft und sie schüttelt den Kopf, bevor sie weiter auf die losen Enden zukriecht. Die Elfe kann sich nicht halten, als das Heck sich in die Luft erhebt und fliegt steil das Deck herunter, direkt auf die Kisten und die Kanonen zu. Von denen würde sie in ihrer Flugbahn aber wohl nicht gebremst werden, sie würde wohl nur anstoßen und darüber hinweg fliegen. Kurz bevor sie dort ankommt aber, löst sie sich in Luft auf und taucht ein Deck weiter unten an der Wand wieder auf. Augenblicklich klammern sich ihre Finger wieder neben sich fest und sie atmet mehrfach durch. Der Gnom bekommt noch immer nichts mit von den Schwierigkeiten auf Deck... oder doch? Immerhin hatte er einen Zauber gewebt. Jetzt aber hält auch er sich an der Hängematte fest, in welcher auch der Hund festgeknotet wurde. Rhyald umklammert das Seil an dem er hängt, das Geschehen nimmt er nur schemenhaft wahr. Er schaut erst auf, als der Steuermann der zurück zum Steuerrad, welches sich wie verrückt dreht, gekrochen war wieder übers Deck schreit. Das Schiff gerät immer mehr in Schieflage und die Stimme mit der er nach Rhyald schreit klingt hecktisch. Leise stöhnt Rhyald auf, als er sich vom Seil löst und sich zum Heck des Schiffes vorarbeitet. Auch Fabian rappelt sich ohne nachzudenken wieder auf die Beine und hängt sich erneut mit an das schwere Steuerrad. Ein Blick Richtung Mahlstrom genügt um ihm den Ernst der Lage wieder zu verdeutlichen. Er kämpft mit um sein Leben und das verleiht ihm neue Kraft. Das Schiff gerät immer weiter in Schräglage, das Steuerrad ist nur schwer wieder in den Griff zu bekommen. Die Wellen lassen es weiter aufbocken und eine Seite des Schiffes kratzt gefährlich nah an der Wasseroberfläche. Lange kann es nicht mehr dauern bis das Ruder in der Luft schwebt und Hopfen und Malz verloren ist das Schiff wieder aufzurichten.
Rhyald folgte Fabians Beispiel, auch wenn er mit seiner schmalen Gestalt wenig Gewicht beitragen kann, gibt er sein Bestes. „Heute wird nicht gestorben, was?!“ schreit er fast schon fatalistisch in den Sturm, von einem ebensolchen Lachen begleitet. Drei Mann hängen nun am Steuerrad und damit lässt es sich auch wieder beruhigen. Der Steuermann kämpft gegen den Druck, lenkt gegen und das Schiff richtet sich schwerfällig wieder auf. Langsam verschwindet der Mahlstrom aus dem Sichtfeld. Geasina hatte inzwischen die beiden losen Sielenden erreicht, duckte sich unter einem von ihnen hindurch, das gefährlich vorbeipeitschte. Dann knotete sie erstmal das andere fest. Gut, dass einige die langen Stunden an Deck zu Knotenübungen genutzt haben! Die erheben sich weiterhin zu Turmesgröße hinauf. So ackert sich das Schiff immer wieder hinauf, nur um kurz danach wieder nach unten zu Kippen. Das Steuerrad hängt jedes Mal in der Luft und der Steuermann fliegt durch die Gegend nur um wieder zurück zu krabbeln. Auch Geasina werden ihre Knoten immer wieder entrissen und sie schwebt über den Netzt, nur um kurz darauf auf dasselbe geschleudert zu werden. Auch Rhyald kämpft sich jedesmall zum Steuerrad zurück, er wischt sich das Blut einer Platzwunde von der Stirn und ackert weiter. Seine Bewegungen werden jedoch müder, langsamer, aber wirklich aufgeben scheint auch er nicht zu wollen. Er lehnt die Stirn gegen das nasse Holz des Steuerrades, atmet schwer und stöhnt auf, als er mal wieder herumgeschleudert wird. Fabian neben ihn, kann wohl die Male die er schon wie ein Spielzeug über Deck gerollt wurde nicht mehr zählen. Wieder und wieder erhebt er sich von den nassen Planken, nicht bereit auch nur einen moment nachzulassen. Verbissen geht er dem Steuermann zur Hand, ohne auch nur einmal wieder zum Mahlstrom zu blicken. Keine trügerische Sicherheit. Die Mannschaft bestimmt mit ihrem Verhalten, wann nachgelassen werden kann. Das hat Fabian inzwischen gelernt und danach richtet er sich auch. Die Erschöpfung steht ihm trotz Kriegsbemalung aus Blut ins Gesicht geschrieben und er wankt immer mal wieder Das drohende Gefühl von Untergang und Tod verleihen immer wieder neue Kräfte, aus Reserven die der Körper kaum noch hat. Dementsprechend hängt auch Fabian irgendwann nur noch taub, blind und willenlos neben dem Steuermann, nicht zu mehr in der Lage... und hat damit verblüffende Ähnlichkeit zu Rhyald. Die Elfe derweil hat sich auch einen Eimer geschnappt und schippt mit den Anderen das Wasser zurück in die wilde, erbarmungslose See. Der Matrose bei Geasina nickt ihr zu, deutet sogar mit einem Anflug von Humor ganz andere Dinge mit seinem Körper an. "Wenn wir das hier überleben!!" wird über den Sturm hinweg zu ihr gebrüllt. Da die Matrosen nicht nachlassen, war auch sie nicht bereit dazu. Obwohl stark und zupackend, waren hier doch andere Bewegungen gefragt, als sie es sonst gewohnt war, und bald schmerzten Arme, Beine, ja der ganze Körper vor Anstrengung
Unmöglich scheint es bei diesem Wetter zu wissen, in welche Richtung das Schiff getrieben wurde. Nicht nur die dunklen Wolken trübten die Sicht, sondern vor allem der Platzregen geschuldet kann man nicht weiter als einige Meter blicken. Ein rasantes Tempo mit dem es über die Wellen jagte, allen zum Trotz bestimmt die See die Richtung der Dorek. Der Tag neigt sich dem Ende zu und bald schon würde das dunkel der Nacht hinzukommen, würde das Schiff in stockdunkler Finsterniss daher treiben. Im Dunkel der Nacht geht jedes Zeitgefühl verloren. Waren es nur Stunden die wir in diesem Unwetter festsaßen oder waren es schon Tage? Die Crew agiert nur noch wie Maschinen, keine Gedanken waren mehr in ihre Gesichter geschrieben, aber nachlassen tun sie noch immer nicht. Nein sie kämpfen, kämpfen um ihr Leben, das Leben des Schiffes und der Reisenden.Die Elfe stolpert durch die Türe unter Deck, die eh immer wieder aufpeitscht und sich wieder schließt. Mit einem Peitschen fällt sie hinein, auf allen Vieren. Das Wasser hier drinnen steht ihr bis zu den Handgelenken und eine Weile schnauft sie nur vor Anstrengung. Ein böses Scharren ertönt vom Rumpf aus, als wär das Schiff aufgelaufen. Dann knirscht es ein weiteres mal arg, als das Schiff auf einen Felsen auffährt. Ein kräftiger Ruck durchfährt die Dorek, ein Ruck der allein schon den einen oder anderen Seebären über Board befördert. Und das ist der Moment im dem Fabian haltlos zu Boden geruckt wird und dort vor Erschöpfung gelähmt liegen bleibt. Er blinzelt ein paar Mal und atmet, auf dem Bauch liegend.Das Geräusch von berstenden Holz ist zu hören und Schreie aus dem Schiffsinneren. Ein Blick nach draußen offenbart noch immer nichts weiter als Sturm, Regen und absolute Dunkelheit. Die Elfe poltert im Inneren Umher, das Mobiliar, das bisher schon durch die Gegend flog, sammelt sich auf einem Haufen in der Ecke. Die Wellen peitschen aufs Deck - die Dorek hilflos allem Übel ausgesetzt. Nichts regt sich in diesem Moment. Geasina, die gerade mit einem Eimer in der Hand unter Deck kommen wollte, wurde in der Tür von den beinen gerissen und schlidderte in Richtung ihrer Hängematte. Eine der nächsten Wellen hebt das Schiff wieder an, trägt es weiter. Wasser flutet das Deck, das Schiffsinnere, weiter ertönen überall von Board Schreie und das Schiff taucht immer weiter in die Meeresoberfläche hinein. Spült die Seemänner wie Murmeln von Deck, bis es schließlich von einer Welle umfangen wird, eine Welle die alles einhüllt und das Schiff unter sich vergräbt. Einmal taucht es noch auf, ehe es langsam im Meer versinkt. Geasina und die Elfe im Schiffsinneren rappeln sich auf, die eine krallt sich in ihrer Hängematte fest und die andere bellt wieder ein Wort „Raus!“ Ja, am Ton muss man wohl wirklich arbeiten. Sie selber macht sich auf zur Matte von Gnom und Köter, um zumindest Zweiteren zu befreien. Das Wasser rauscht wie ein reißender Strom ins Innere des Schiffes, viel zu schnell steigt es an. Der Gnom klettert aus der Matte und lässt sich runter plumpsen, um zum Raptoren zu paddeln. Das Seil das ihn hält mit seinem Dolch durchtrennend. Rhyald der mehr ohnmächtig als bei Bewusstsein am Steuerrad hängt, die Hände ums nasse Holz gekrampft und flach atmend, bis er kraftlos vom Steuerrad abrutscht und auf dem steigenden Wasser treibt. Von den Wassermassen umspült beginnt auch Fabian sich wieder zu regen. Entsetzt starrt er auf das unter ihm sinkende Schiff, fassunglos für den Moment. Da waren sie mit harter Arbeit dem Mahlstrom entkommen, nur um hier zu standen? als er begreift, dass sein Hund noch unter Deck ist brüllt er seinen Schreck heraus und versucht auf die Beine zu kommen, aber sein entkräfteter Körper lässt ihn im Stich.